Infos zum African Stock Project
 

Inkonsequent wie immer ( es kommt kein neuer Hund mehr ins Haus!) bestellten wir uns Anfang 2008 einen

Brindle Basenji

Der Brindle Basenji, also der gestromte Basenji entstand durch die Einkreuzung afrikanischer Basenjis, die US Züchter durch mehrere  Expeditionen nach Zentral Afrika in den 80igern von dort mitbrachten.

Ursprünglich war diese Einkreuzung gedacht als Blutauffrischung des genetisch sehr engen Pools der europäischen und amerikanischen Basenjis. Über die Jahre hatten sich Krankheiten etabliert, unter denen sich Fanconi, eine Nieren - Dysfunktion, als erblich und mehr und mehr resistent erwies. Man hoffte also, mit diesen „Natives“ eine breitere Zuchtbasis zu erreichen und die „Pure- Breds“ (die Reinzüchtungen) zu verbessern.

Nun, die ersten Emigranten riefen keine Begeisterungsstürme hervor, die Ruten waren meistens schwach geringelt, die Ohren waren groß und standen ab wie bei Dumbo, dem fliegenden Elefanten, der Körperbau war auch meist mehr stämmig als so elegant und schlank, wie wir`s gewöhnt waren.

Nur wenige Züchter unterstützten am Anfang das Zuchtprogramm mit den „Avongaras“ und „Esenjos“, die Zwingernamen, unter denen die Afrikaner und ihre Nachkommen mit den Purebreds liefen. Eine der  engagiertesten war Susan Coe, die trotz ihrer einmaligen Zuchterfahrung, hier viel Geld, Geduld und Rückschläge einstecken musste

Der US Basenji Klub war weitsichtig genug, den Afrikaner ihren Start in die Ausstellungslaufbahn dahin zu erleichtern, dass sie die ersten Jahre in separaten Klassen starteten und aufgeteilt waren in ¼ African, 1/8 African, 1/16 African, je nach dem wie viele Einwanderer in der Linie waren. Leider schlossen sich die europäischen Klubs dem nicht an, so dass die Afrikaner in Europa so gut wie überhaupt keine Chance hatten. Erst in den letzten Jahren, also nach fast 20 (!) Jahren,  trifft man auch hier afrikanischen Abkömmlinge, die sich spielend über die Spitzenplätze hermachen – das „African Stock Project“ ist also endlich auch in Europa angekommen!

Jetzt stellt sich nur noch die Frage:

Wurde das Ziel erreicht, mit diesen Importen das Gesundheitsbild der Basenjis zu verbessern?

Die Diskussionen darüber sind immer noch sehr kontrovers, doch kann wohl niemand an der Tatsache vorbei, die bei einem Blick auf Sally Wallis (Zande) Database, in dem die Stammbäume von ca. 78.000 Basenjis weltweit gespeichert sind, auffällt:

Von den ca. 260 Basenjis mit einem Avongara oder Esenjo im Stammbaum sind alle hervorstechend gesund getestet! Keine Linie wurde so exzessiv getestet wie gerade diese beiden und keine hat soviel gesunde Tiere hervor gebracht! Lt. einer Liste des  US Basenji Clubs:

Fanconi 0

Dysplasie  1

IPSID    2

Fanconi, PRA oder IPSID bei einer Kreuzung mit einem Purebred  2

 

Bei diesen Resultaten erübrigt sich wohl jede Diskussion!  

Das heißt: diese Einkreuzungen waren für die Rasse Basenji ein voller Erfolg!

Ein langer Weg mit viel, viel Geduld hat sich bezahlt gemacht!

 

 

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