R o c k y    G a p 

(die Fels-Spalte)

 Wer kennt sie, wer kennt sie nicht?  Seit dem 28.03. bis 01.04. 2006 kennt sie fast jeder, oder? 

Doch beginnen wir von Anfang an: 

Erinnern wir uns an die letztjährige Einladung des Newfoundland Club of America zum

Newfoundland National Specialty 2006.“             

Ja, dahin wollte ich!!!! Mit meinem Freund Peter Moebius, ein Dresdner Nichthundebesitzer, reiste ich also gen Westen, via Paris nach Atlanta  -einige meinen, das sei irgendwo in Afrika,  so schwarz wie mein Koffer-,  der erst mal einen Tag lang verschwunden blieb. Dusseligerweise hatte ich für ein Essen „Rheinischer Sauerbraten mit Klössen“ Kartoffelpulver und Gewürze mitgenommen, was der amerikanischen Zollbehörde nicht gefiel und ohne mir Bescheid zugeben, Laborkontrollen durchführen liess.

Von dort aus per Auto noch mal 4 Stunden Fahrt, dann waren wir bei Freunden aus Louisiana, die  Waynesville als ihre Sommerflucht benutzen, in der Nähe der „Great Smoky Mountains“. Bei sonnigem, aber lausig kaltem Wetter durchstreiften wir diesen riesig grossen Nationalpark, angeblich den grössten der USA, und erlebten die „rauchenden Berge“. Noch heute sollen hier im Appalachian Gebiet,  die Grenze zwischen North Carolina und Tennessee geht mitten durch, neben vielen Tierarten wie Fuchs, Hirsch, Schlangen etc. rd. 1400 Bären dort leben. Mit mir wollten die aber nichts zu tun haben, blieben in den Höhlen, wollten nicht gestreichelt werden. Tja, Neufi-Verrrückte! Sie wussten eben nicht, dass ich 2 Bären – zwar schwarze – zuhause habe.

Unser Sauerbratenessen fand bei unseren Gastgebern und deren Freunde grossen Anklang.          

Viel zu schnell vergingen die 5 Tage im Urgebiet der Cherokee-Indianer  und wir mussten bei 10 cm Neuschnee wieder Abschied nehmen.

 

New York war unser nächstes Ziel als unverkleidete Touris. Mittels einer Stadtrundfahrt im offenen Doppeldecker bei ca. 1 Grad plus wurden uns die neuesten und interessantesten Punkte der Stadt gezeigt. Mehrere Brandys mussten uns später wieder auftauen, aber eine Erkältung war mir geblieben.

Vieles kannte ich bereits, aber New York ist immer für etwas Neues gut. Empire State Building, Rockefellers Top of the Rock, Liberty Statue, Ground Zero u.a. wurden besucht, Museen blieben von uns verschont. Im ehemaligen Schlachterviertel (Meatpacking District, 9. Ave) auf Manhattan fanden wir etliche Restaurants. Wir waren im „Pastis“, dort waren nicht nur die Steaks  gut, auch ein  interessantes Publikum (viele UNO-Mitarbeiter) aus aller Herren Länder war vertreten. Vorreservierung angesagt.

  

Nach 4 Tagen ging es mit dem Leihwagen über Philadelphia nach Washington, Kurzbesichtigung des Regierungsviertels, so u.a. das Capitol, Lincoln Memorial und das „weisse Haus“, das nicht so gross ist, wie es im TV erscheint.

Am Abend Weiterfahrt zum etwa 2 Stunden entfernten Rocky Gap State Park in der Nähe von Cumberland, MD. Dieser State Park liegt, wie auch der vorher besuchte Nationalpark,  in dem Apalachengebirge. Das Hotel, ein fünfstöckiges aus mehreren Teilen bestehendes Gebäude, war für dieses Meeting wie geschaffen.

Ein kurzer Weg, entlang des Sees, zu dem sehr grossen Hauptvorführring, den Nebenringen (für die Obedience), Ausstellungszelten, dem Frisierzelt (jedem Neufi sein eigener Friseur, man ist ja schliesslich wer) und sonstigen Einrichtungen. Hier muss ich das sogenannte „Hospitality-House“ und seine Mannschaft loben, der Kaffee war mehr als amerikanisch und auch der Kuchen war Klasse. Danke Ladies!

 

Der Ausstellungsring war sehr gross, sodass man die einzelnen Hunde leider nur von sehr weit sehen konnte, aber bei der Anzahl der in den einzelnen Gruppen gemeldeten Hunde, blieb dem Veranstalter gar nichts anderes übrig als so einen grossen Ring abzustecken. Nur als Beispiel: Hündinnen 6-9 Monate = 42 Meldungen.  

Die leider nicht allzu grossen Bankettsäle schränkten die Teilnehmerzahlen bei den einzelnen Veranstaltungen ein, z.B. die Vorstellung der „Top Twenty“ fand in sehr kleinem Kreiss statt, was einige der Anwesenden doch sehr verärgerte. Hier traf ich Pamela Rubio von „Capriccio Newfs“ wieder, wir kannten uns schon von letztem Jahr in Monterey, wie viele andere auch

The show must go on!!!

Überraschend war für mich die Anzahl der gemeldeten Hunde, 549 Hunde bei insgesamt 843 Meldungen. Bekanntlich können Mehrfachmeldungen abgegeben werden, so waren die vorher genannten 42 Jugendlichen auch fast gänzlich in der „Sweepstakes-Klasse“ gemeldet. Leider wurden die  ersten  vier  Plazierten  aller  Gruppen  nicht noch mal im Ring präsentiert, somit  gab es  daher keine Gelegenheit  zu den von uns allen geliebten Standfotos mit Richter.

Es waren wieder viele Besucher aus der ganzen Welt anwesend, sogar aus Australien. Aus Europa kamen u.a. Bela Siklosi (Ungarn), Sona und Vlado Krockovi (Slovakia), P.Bogaerts, Belgien, nebst Anhang, aber auch einige uns bekannte Spanier und Deutsche (Mitglieder des DNK und VDN).

Am Donnerstagabend wurden die „Top Twenty“ im Ballsaal des Hotels präsentiert. Die Richterwahl fiel auf den zweitplazierten “Brinklee: CH Bear Trax Midnite Report“, die Zuschauer hatten jedoch einen anderen Geschmack: „Kongo: CH Rocky Harbor No Assembly Required“ wurde zu ihrem Favorit.

Mit unter diesen 20 Besten (15 waren anwesend) war die Hündin „Lucy: CH Misty Mtn’s Love At First Sight“, außer ihren „Schönheits-Siegen“ bestach sie in der Wasserarbeit und wird auch als „Therapy Dog“ in einem Krankenhaus eingesetzt. Vielseitiger geht`s nicht mehr -  einfach fantastisch!

Eines darf ich nicht vergessen: ich traf Larry Hansen, Phoenix! Erinnern Sie sich noch an Syrgenstein 2004 ? Er ist voll schöner Erinnerungen an seine Zeit bei uns und erzählt das auch jedem, der was über uns hören möchte. Sollten wir einen guten Eindruck hinterlassen haben? Im nächsten Jahr wird er die Sweepstakes beim National 2007 richten. 

Die ausgestellten Hunde präsentierten sich in gewohnt vorzüglicher Kondition. Bis auf einen silberfarbenen Neufi, der mir etwas zu mastinohaft war, sah man aber alles im allen doch recht typvolle Neufundländer, durchweg mit „Pouch Cove“ – Gesichtern - sorry, aber ich mag sie, diese Kartoffelnasen!

Neben diesen hatten viele Aussteller und Besucher auch noch andere Rassen im Gepäck, vom Pudel angefangen über Berner Sennenhunde bis zu einem Basenji, als Basenji-Besitzer seit fast 20 Jahren für mich natürlich ein Highlight, und dann noch schwarz/weiss mit krausem Hirn, sehr typvoll!                    

 Die Sieger 2006 heissen:

CH Seabrook Heiristotle Pouch Cove - BOB

CH Pouch Cove’s Rosewood Gracie - BOS 

Sunvalley Petitions Pouch Cove - Best of winners

                      leider liegen uns keine Standfotos vor!

 

Den festlichen Abschluss bildete wie immer das Bankett und ich hatte eine interessante Tischrunde erwischt, u.a. kam meine Tischnachbarin aus Alaska und konnte mir viel von dort berichten. Mit der Verteilung der Trophies durch  Kathy Hamilton, die bei der Überreichung der beiden Kokarden, die der VND gestiftet hatte, auch den Name unserer Klubpräsidentin Frau Tineke Baumeister erwähnte, endete ein sehr harmonischer Abend einer sehr harmonischen Show.

An dieser Stelle meinen Dank an die Organisatoren und Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf diese grossen Ausstellung gesorgt hatten. 

Am Sonntag löste sich dann alles blitzartig auf, lange Heimwege für Hund und Herrchen/Frauchen mussten angetreten werden, aber alle sprachen jetzt von einem Ort, der Schauplatz des NCA National Specialty 2007 sein soll.

 

Das „Rocky Mountain Rendezvous” in

 

BOULDER/COLORADO

vom 29. April bis 5.Mai 

!!!!!  Auf Wiedersehen – See you next year !!!!!

 Jürgen Clemens
Moraira – Spanien